Für umfangreiche Eingriffe und auf Wunsch, bieten wir in unserer Praxis die Sedierung, den sogenannten „Dämmerschlaf“, an.
Wie funktioniert die Sedierung?
Hierbei erhält der Patient einen venösen Zugang (kleinen Katheter) gelegt, über den das Medikament (Sedativum) verabreicht wird. Innerhalb weniger Minuten tritt dann ein als äußerst angenehm empfundener, schläfriger Zustand ein, bei dem der Patient selbständig atmet und ansprechbar bleibt.
Die exakte Wirkung kann individuell auf die Wünsche des Patienten und die Dauer des Eingriffs abgestimmt werden. Der Dämmerschlaf erfolgt immer in Kombination mit einer lokalen Betäubung.
Welche Mittel werden eingesetzt?

Die bei der Sedierung eingesetzten Beruhigungs- oder Schmerzmittel haben sich langfristig bewährt. Als Beruhigungs- bzw. Schlafmittel verwenden wir Dormicum, welches sanfter als Narkosemittel bei Vollnarkosen wirkt, jedoch dem Patienten Angst und unangenehme Gefühle nimmt.
Sedativa dämpfen vorübergehend die Emfindlichkeit des zentralen Nervensystems und somit die Gefühlswahrnehmung. Desweiteren verhindern Sie durch Analgesie zusätzlichen Stress und Belastung für den Patienten.
Vergleich zu Lachgas und Vollnarkose
Behandlungen unter Lachgas eignen sich für „leichtere Beruhigungen“ bei Erwachsenen und Kindern, erreichen aber nicht den Schlaf- und Beruhigungszustand einer intravenösen Sedierung. Bei Vollnarkosen werden das Bewusstsein und die Muskelreflexion komplett ausgeschaltet. Aus diesem Grund ist eine Überwachung und Beatmung durch einen Anästhesisten nötig.
Für den ambulanten Bereich sind unserer Ansicht nach Risiken und Folgewirkungen (Übelkeit, Kopfschmerzen…) deutlich ausgeprägter.
Bei Sedierungen wird ein entspannter Schlafzustand erreicht. Das Bewusstsein sowie die Muskelreflexion bleiben erhalten. Nach dem Aufwachen ist nur eine kurze Zeit bis zur vollständigen Erholung nötig.
Wann ist Sedierung empfehlenswert?
Grundsätzlich eignet sich die Sedierung für alle Behandlungen, die in einem Zeitfenster von 2 Stunden durchgeführt werden (optimale Wirkung). – umfangreiche Eingriffe – größere Implantationen Die Kosten der Sedierung liegen je nach Aufwand und Dauer des Eingriffs bei 100,- bis 200,- Euro und somit erheblich unter denen von Vollnarkosen.
Für die persönliche Planung eines Termins sollte bedacht werden, dass nach dem Eingriff kein Fahrzeug gelenkt werden darf.